Tipps gegen Weihnachtsstress

Alle Jahre wieder … kommt die (h)eilige Zeit – die Vorweihnachtszeit. Eine besinnliche Zeit sollte man meinen, doch für viele Menschen ist der Advent alles andere als still. Zu den alltäglichen Pflichten und Terminen kommt der Weihnachtsstress dazu, der Druck noch alles möglichst gut unter Dach und Fach zu bringen vor dem Fest der Feste. Wie wir Weihnachten heuer besser und stressfreier hinkriegen können, dafür gibt uns die Linzer Psychologin und Psychotherapeutin Mag. Christa Schirl wertvolle Tipps.

Warum stresst viele Leute Weihnachten so sehr?

Weihnachten stellt für manche Menschen ein „kritisches Lebensereignis“ dar, das alle Jahre wieder kommt. Für ganz viele Leute bedeutet Weihnachten Stress, das ist kein Einzelphänomen.Pralinen gegen stress Deshalb ist es wichtig, den richtigen Umgang mit diesem Fest zu lernen. Mit Weihnachten sind immer Emotionen verbunden, Erwartungen und Hoffnungen. Oft kommt es jedoch zu Enttäuschungen und die Angst davor stresst noch zusätzlich. In das Weihnachtsfest – das  Fest der Familie, der Liebe und der Wunder wird sehr viel hinein interpretiert. Das ganze Jahr arbeiten wir darauf hin, der Weihnachtszauber und die eigenen Erwartungen sollen in Erfüllung gehen. Doch oft treffen genau diese Erwartungen nicht ein.

Wie kann man Weihnachtsstress vermeiden bzw. verringern?

Wer die eigenen Erwartungen herunter schraubt und die Weihnachtsstimmung nicht vom Schnee und den Befindlichkeiten der Anderen abhängig macht, hat schon viel gewonnen. Jeder kann sich schon lange vorher überlegen, wie Weihnachten dieses Jahr ablaufen soll. Das Weihnachtsfest darf gerne zur Gemeinschaftsleistung werden und muss nicht an einer Person in der Familie hängen bleiben. Ich rate jedem Menschen das „Fest der Feste“ nach seinen Möglichkeiten zu feiern. Nicht auf das zu schauen was fehlt, sondern auf das was da ist. Die Geschenke so bald wie möglich zu besorgen ist auch noch ein wichtiger Tipp, der zwar nicht neu, jedoch immer wieder aktuell ist.

Gibt es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen? Wen stresst Weihnachten mehr und warum?

Alle glauben immer, dass Frauen mehr gestresst sind rund um Weihnachten. Mittlerweile sind auch die Männer gestresst, aus verschiedenen Gründen. Viele fragen sich, ob sie den Geschmack bei der Auswahl der Geschenke treffen und ob sie den hohen Erwartungen ihrer Partnerinnen entsprechen können. Oft fängt es schon bei der Auswahl des Christbaums an, dass der Mann es seiner Frau nicht recht machen kann. Und dann kommen noch die vielen Familienbesuche hinzu. Für getrennt lebende  Männer mit Kindern ist es oft noch schwieriger zu Weihnachten „alles richtig zu machen“. Die Frage „Bei wem feiern?“ ist nicht einfach zu beantworten und bringt meist ein schlechtes Gewissen mit sich.

Wenn wir an das Weihnachtsfest denken, was kann dazu beitragen, dass es zu einem besonders schönen und besinnlichen Anlass wird?

Weihnachten ist ein Dreitagesfest. Wir können uns im Vorfeld fragen, wie wir diese drei „Feiertage“ gestalten möchten, wen wir einladen und welche Besuche wir absolvieren. Die wichtigste Frage lautet immer: „Was brauche ich zum Wohlfühlen, was tut mir gut?“ Das kann auch einmal eine kleine Auszeit bedeuten. Statt einem Familienbesuch ein gutes Buch lesen oder einen Lieblingsfilm schauen. Es muss nicht immer alles so sein wie es immer war, man darf auch neue und eigene Traditionen einführen.  

Und die Geschenke? Weniger ist mehr oder doch so viel wie möglich?

Eine Umfrage in der Familie kann als Orientierungshilfe dienen. Schenken wir uns überhaupt noch etwas? Das Schenken ist eine schöne Tradition, jedoch bedeutet weniger wirklich oft mehr. Viele Freundeskreise und Familien haben auf das „Wichteln“ umgestellt, jeder beschenkt nur mehr eine Person und bekommt auch selbst nur ein Geschenk. Gut finde ich hochwertige Geschenke, die mit Genuss zu tun haben. Das können sowohl Pralinen sein, als auch ein besonderes Müsli, ein hochwertiger Honig und so weiter. Eine persönliche Wunschliste erleichtert auch Erwachsenen das Schenken. Bei Kindern ist es wichtig, dass mindestens ein Herzenswunsch von der Geschenkeliste erfüllt wird.

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Der Pralinen-Rap:

Wann essen Sie am liebsten Pralinen? 
Für mich gibt es an jedem Arbeitstag einen Pralinen-Moment: Am Nachmittag belohne ich mich immer mit genau einer Praline. Das ist mein Genuss-Moment des Tages.

Gibt es eine Lieblingssorte?

Pralinen mit dunkler Schokolade und Nüssen.

Helle oder dunkle Schokolade?

Dunkle Schokolade!

Wie würden Sie Ihren ganz persönlichen Pralinenmoment beschreiben?

Zuerst sehe ich die Praline ganz genau an. Dabei entsteht schon Freude. Ich rieche an der Praline und erfreue mich an ihrem Duft. Erst dann esse ich die Praline – aber nicht auf einmal sondern sehr achtsam. Ich teile die Praline in mindestens zwei Hälften, so habe ich mehrere Genussmomente.

Welche Botschaft würden Sie einem lieben Menschen in Pralinenform schicken?
Da würde mir vieles einfallen, zum Beispiel „ES DARF DIR GUT GEHEN“ oder „DU BIST WERTVOLL“.

 

Christa Schirl

Zur Person:

Mag. Christa Schirl ist Psychologin und Psychotherapeutin mit Praxis in Linz und arbeitet auch als Coach und Trainerin. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des VPA – Verein für psychosoziale und psychotherapeutische Aus-, Fort- und Weiterbildung. Mehr Infos unter https://christa-schirl.at   

Fotohinweis: Peter Baier

 

 

 

 

Dieser Eintrag wurde am Mittwoch, 5. Dezember 2018 um 10:40 gepostet und befindet sich in Geschenkideen, Wissenswertes. Kategorien: Geschenkideen und Wissenswertes. Schlagwörter: Adventszeit, stress und weihnachten. Verfolge alle Antworten zu diesem Beitrag mit dem RSS 2.0 Feed.